dlv-Studie: Ländliches Engagement im demografischen und sozialen Wandel: Status quo, Herausforderungen und Gestaltungsperspektiven am Beispiel der LandFrauen

Die Studie „Ländliches Engagement im demografischen und sozialen Wandel: Status quo, Herausforderungen und Gestaltungsperspektiven am Beispiel der LandFrauen“ untersucht am Beispiel der LandFrauen, wie sich weibliches Ehrenamt in ländlichen Räumen gestaltet. Basierend auf den Perspektiven von über 4.000 engagierten Frauen zeigt sie, dass deren Motivation vor allem in der Freude an der Tätigkeit, dem Gemeinschaftserlebnis und dem Wunsch liegt, das lokale Gemeinwesen aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig offenbart die Studie spezifische Herausforderungen: Vereinbarkeitsprobleme (z. B. zwischen Engagement, Beruf und Familie), infrastrukturelle Hürden und die Notwendigkeit passender Rahmenbedingungen, um Engagement langfristig zu sichern.

Die Ergebnisse betonen, dass Engagementpotenziale zwar vorhanden sind, deren Ausschöpfung aber von Anreizen und Ermöglichungsstrukturen abhängt – etwa durch flexible Angebote oder gezielte Unterstützung bei Übergangsprozessen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass das Engagement von Frauen in ländlichen Regionen Identifikation mit dem Ort stärkt und damit zur Sicherung der Daseinsvorsorge beiträgt. 

Die Studie wurde vom Deutschen LandFrauenverband in Kooperation mit der TU Dortmund durchgeführt (2021–2023) und durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.