Internationaler Frauentag
(K)ein Grund zum Feiern?!
• Frauenrechte weltweit in Gefahr
• Frauen von Kriegen besonders betroffen
• Gewalt gegen Frauen auf Höchststand
Internationaler Frauentag: Überschattet von Kriegen
Seit einer Woche tobt ein weiterer neuer Krieg im Iran. Zu all denen die seit Jahren das Leben von Menschen, ihre Existenz und Zukunft bedrohen. Unter Kriegen, bewaffneten Konflikten, Bürger- und Drogenkriegen wie unter anderem in der Ukraine, Sudan, Somalia, Mexiko, Kolumbien, Gaza, Libanon, etc. leiden vor allem Frauen. Sie sind es, die die Familie zusammenhalten und durchbringen müssen, wenn Ehemänner an der Front, oder getötet worden sind. Sie sind betroffen als Mütter, Schwestern und Töchter und nicht selten werden sie in kriegerischen Auseinandersetzungen systematisch vergewaltigt.
Allen Frauen in Kriegsgebieten gelten heute unsere Gedanken und unser Mitgefühl verbunden mit der Forderung an alle Kriegsparteien aber auch an unsere Bundesregierung: „Stoppt den Krieg“ und „Setzt Völker- und Frauenrechte durch“!
Weltweite Angriffe auf Frauenrechte
Frauenrechte sind weltweit in Gefahr. Politisch radikale Parteien schränken das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ein, indem sie z.B. Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellen, Mädchen und Frauen aus dem Stadtbild verdrängen, unsichtbar oder mundtot machen wollen. Radikale religiöse Regierungen verweigern Mädchen und Frauen die Schul- und Universitätsbildung, zwingen sie in die Abhängigkeit von Ehemännern.
Der Fall Epstein zeigt die erschreckende weltweite Vernetzung von Männern aus Politik und sogenannter Elite, die Mädchen und Frauen sexualisiert ausbeuten.
Rolle rückwärts in Deutschland
Und auch in Deutschland steht die Gleichstellung unter Druck. Frauen sind durch die Bürgergeldreform überdurchschnittlich betroffen: Rund 56 Prozent sind weiblich, bei Alleinerziehenden liegt der Frauenanteil bei über 82 Prozent. Nach aktuellen Reformplänen soll diese Grenze der Pflicht sich eine Arbeit zu suchen, von drei auf das Ende des ersten Lebensjahres des Kindes abgesenkt werden.
Die Teilzeit-Lifestyle- Diskussion verkennt komplett die Realitäten vieler Frauen, die wegen der Mehrfachbelastung durch Lohnarbeit und Care-Arbeit oder körperlich anstrengenden Berufen in Sozial- und Gesundheitsberufen einfach nicht in Vollzeit arbeiten können.
Problem Männergewalt
Männliche Gewalt kostet nicht nur viele Milliarden Euros, sondern auch das Leben vieler Menschen. 2024 gab es 256.942 Betroffene häuslicher Gewalt - ein neuer Höchststand. 17,8 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Auch die Zahl der sexualisierten Gewalttaten ist gestiegen 13.320 Straftaten 2024, die Zahl von gemeldeten Vergewaltigungen steigt an, wie auch aufgedeckte Fälle von Kinderprografie und Missbrauch von Kindern. Auch in Punkto digitaler Gewalt sind Frauen und Mädchen deutlich stärker betroffen, die Zahlen steigen. 18.224 Anzeigen gab es (2024). Die Dunkelziffer ist vielfach so hoch.
Jetzt erst recht!
Das alles sind keine guten Nachrichten zum internationalen Frauentag 2026
Deshalb kämpfen wir gemeinsam weiter für Frauenrechte und gegen Männergewalt, für Gleichstellung und gegen die Einschränkung von Frauenrechten. Wir freuen uns, dass zahlreiche Initiativen nicht nur zu Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen zum internationalen Frauentag aufrufen. „Enough! Genug!- Ohne uns steht alles still“ Das Töchterkollektiv ruft für den 9. März zu einem bundesweiten Aktionstag für Frauenrechte auf, den auch die BAG unterstützt.
Wir fordern die Bundesregierung auf:
• den Verfassungsauftrag Gleichstellung durchzusetzen.
• alle Gesetze auf Benachteiligung von Frauen zu prüfen
• umgehend weitgreifende Präventionskonzepte gegen männliche Gewalt in allen gesellschaftlichen Bereichen
aufzulegen.
