Die Foren

Bild
Bild
29. Bundeskonferenz: Die Foren

Programmablauf

FORUM 1: Antifeminismus zwischen Angriff und Abwehr: Geschlechtsspezifische Gewalt im politischen Feld und die Muster antifeministischer Argumentation

Bild
Frau mit kurzen Haaren und weißem Hemd

Anfeindungen und Gewalt gegen Politiker*innen nimmt zu, vor allem gegen Politiker*innen, die sich gegen Rechtsextremismus positionieren. Vielfach gehen Rechtsextremismus und Antifeminismus Hand in Hand. Frauen sollen aus dem politischen Raum verdrängt, nicht-binäre Personen ihrer gesellschaftlichen Daseinsberechtigung beraubt werden. Die Denkfiguren, die hinter diesen Anfeindungen stehen, müssen erkannt werden, damit sie mit überzeugenden Argumenten und Erklärungen widerlegt werden können.

Referentinnen: Dr. Barbara Stiegler & Dr. Dorothee Beck 

Dr. Barbara Stiegler ist Beraterin für Gender- und Gleichstellungsfragen. Sie arbeitete als Frauen- und Geschlechterforscherin im Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, später war sie Leiterin des Arbeitsbereichs Frauen- und Geschlechterforschung in der Friedrich-Ebert-Stiftung. Heute ist sie zivilgesellschaftlich in mehreren Bündnissen aktiv und  Mitglied im Beirat der Bundesstiftung Gleichstellung.

Dr. Dorothee Beck ist Politikwissenschaftlerin an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Forschungsinteressen beinhalten politische Partizipation und Geschlecht, Gewalt und Geschlecht in der Politik, Antifeminismus/Anti-Gender sowie Diskurse über geschlechterbewusste Sprache. Von 2017 bis 2019 bearbeitete sie das Projekt „Genderismus in der medialen Debatte. Themenkonjunkturen von 2006 bis 2016“. Seit April 2023 leitet sie ein Forschungsprojekt zu Gewalt und Geschlecht im Deutschen Bundestag.

FORUM 2: Respekt im Rat - Verbesserung der Diskussionskultur in kommunalen Gremien
Vanessa Zohm, Körber-Stiftung

Bild
Frau mit braunen gewellten Haaren und grüner Bluse.

Der immer rauer werdende Ton in der Gesellschaft setzt sich auch in den Ratsversammlungen von Gemeinden und Städten fort. Der Workshop beleuchtet in Anlehnung an das Projekt „Respekt im Rat“ Möglichkeiten der Verbesserung der Diskussionskultur in kommunalen Gremien und bietet einen Ansatz von Handlungsstrategien.

Vanessa Zohm ist studierte Sozialpädagogin und Friedens- und Konfliktforscherin (MA, Phillips-Universität Marburg), seit 2023 Programm-Managerin in dem Bereich Demokratie und Zusammenhalt der Körber-Stiftung und maßgeblich mit dem Projekt “Respekt im Rat” betraut. 

FORUM 3: Antifeminismus als Brückenideologie
Azadê Peşmen, rabbithole media UG

Bild
azade_pesmen_c_bahar_kaygusuz

Was bedeutet Antifeminismus? Weshalb funktioniert es als Brückenideologie? Diese Fragen werden in einem kurzen Input beantwortet und danach gibt es einen moderierten Austausch darüber, wann Antifeminismus den Teilnehmenden im Berufsalltag begegnet und wie man damit umgehen kann. 

Azadê Peşmen ist Gründer*in von rabbithole media. Seit einem Volontariat beim Deutschlandfunk berichtet Azadê heute aus Brasilien, der Türkei oder dem Irak über Sicherheits- und Außenpolitik für den Deutschlandfunk und Zeit Online. Außerdem hostet Azadê Storytelling-Podcasts wie „Amnestie Deutschland – Der Cosmo-Podcast über Flucht vor Gerechtigkeit“ oder den täglichen ZEIT ONLINE Nachrichtenpodcast „Was jetzt?“.

Foto: Azadê Peşmen (c) Bahar Kaygusuz

FORUM 4: Antifeminismus begegnen: Erkenntnisse und Best-Practice aus der kommunalen Gleichstellungsarbeit

Bild
Frau mit kurzen Haaren, Brille und dunklem Sakko
Bild
Frau mit Schal und roter Bluse

Referentinnen: Maja Loeffler & Dr. Marie-Luise Löffler, BAG kommunale Frauenbüros und Gleichstellungsstellen

Maja Loeffler ist seit 2015 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Marzahn-Hellersdorf in Berlin und seit 2017 Sprecherin der LAG Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen u. a. in den Bereichen Fraueninfrastruktur, häusliche Gewalt, ökonomische Ungleichheit, Alleinerziehende, Frauen und Sport sowie Intersektionalität mit besonderem Fokus auf ostdeutsche Perspektiven. In der BAG ist sie stellvertretend im Bündnis Istanbul-Konvention aktiv und Ansprechpartnerin für die LAG Brandenburg.

Dr. Marie-Luise Löffler arbeitet in der Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart. Als promovierte Literaturwissenschaftlerin und Geschlechterforscherin ist sie zudem Mitglied im Ausschuss für Frauen- und Gleichstellungsangelegenheiten des Deutschen Städtetags. Ihre fachlichen Schwerpunkte sind geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt, die Istanbul-Konvention, Prostitution sowie sexuelle und reproduktive Rechte, stets aus intersektionaler Perspektive. In der BAG ist sie für das Thema Gewalt gegen Frauen zuständig und engagiert sich u. a. im Bündnis Istanbul-Konvention und der Bund-Länder-AG häusliche Gewalt.

FORUM 5: Haushaltsnahe Dienstleistungen & Care-Arbeit

Bild
Frau mit kurzen Haaren, Brille vor einem Fenster

Die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen steht für eine gleichstellungspolitische Öffnung und Modernisierung der Geschlechterrollen. Antifeminismus wirkt dem entgegen, indem er Frauen auf traditionelle Haus- und Sorgearbeit festlegen will und Maßnahmen zur Gleichstellung ablehnt. Damit sind haushaltsnahe Dienstleistungen und Antifeminismus als Pole um Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu diskutieren.

Prof. Dr. oec. troph. Christine Küster hat an der Hochschule Fulda am Fachbereich Oecotrophologie die Professur „Sozioökologie des privaten Haushalts“ mit den Schwerpunkten Ernährungs- und Verbraucherbildung, Verbraucherschutz und –politik, Management im privaten Haushalt sowie Wohnökologie inne. Zudem leitete sie bis Ende 2025 das Kompetenzzentrum „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“ (PQHD), ein Projekt gefördert vom BMBFSFJ.

Forum 6: Quo vadis Istanbul-Konvention? 8 Jahre Umsetzung in Schleswig-Holstein

Bild
Frau vor Wand mit gewellten braunen Haaren

8 Jahre Istanbul-Konvention - Zeit für eine Standortbestimmung. Wo stehen wir aktuell in Schleswig-Holstein? mit besonderem Fokus auf die Kommunen.

Katharina Wulff, Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e. V.; 1985 geboren in Greifswald, 2004 Abitur in Stadt, 2009 Studium Magister Pädagogik, Islamwissenschaften und Soziologie, Arbeit im interkulturellen Bereich u. a. bei der AWO SH und dem Landesbeauftragten für Flucht Asyl und Zuwanderungsfragen, seit 2017 Geschäftsführung im LFSH.

FORUM 7: Arbeiten mit und nach Krebs: Wie Gleichstellungsbeauftragte unterstützen können

Krebs ist kein Randthema, sondern betrifft viele Frauen mitten im Berufsleben - oft in einer Phase, in der sie Verantwortung tragen: Im Workshop sprechen wir über die besonderen Herausforderungen für Frauen mit & nach Krebs, zeigen, warum das Thema in die Gleichstellungsarbeit gehört, & erarbeiten gemeinsam, wo Gleichstellungsbeauftragte unterstützen können: durch Beratung, Sichtbarkeit, Vernetzung & Haltung.'

#einevonacht ist eine Initiative für einen besseren Umgang mit dem Thema Arbeiten mit und nach Krebs.
Sie macht sichtbar, dass Krebs viele Menschen im Erwerbsalter betrifft und dass der berufliche Wiedereinstieg oft ohne Begleitung, Wissen oder Strukturen erfolgt.

Referentinnen: Anna Papadopoulos & Rebecka Heinz 

FORUM 8: Künstliche Intelligenz zwischen Bias und Empowerment: Wie Algorithmen Frauen benachteiligen und wie wir gemeinsam eine chancengerechte KI-Zukunft gestalten

Bild
Frau mit glatten blonden Haaren

Künstliche Intelligenz ist nicht neutral. Sie spiegelt Ungleichheiten wider, verstärkt Stereotype und lässt weibliche Perspektiven außen vor. Gleichzeitig bietet KI enorme Chancen: für mehr Sichtbarkeit, Selbstwirksamkeit und neue berufliche Wege – gerade für Frauen. Dieser Vortrag zeigt, wie KI Ungleichheit verstärken kann, aber auch zum kraftvollen Werkzeug für Chancengerechtigkeit wird. Mit Daten, Beispielen und konkreten Handlungsempfehlungen für die kommunale Gleichstellungsarbeit.

Kerstin Gude-Benderoth ist KI-Expertin, Kommunikationsspezialistin und Coachin für Potenzialentfaltung. Sie engagiert sich für Women Empowerment in der digitalen Transformation und zeigt, wie KI feministische Gleichstellungsarbeit stärken kann. Sie verbindet kritische Analyse mit praxisnaher KI-Kompetenz und ermutigt Frauen, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten. Seit 2024 hat sie über 2.500 Frauen in Workshops, Vorträgen und Webinaren begleitet – mutig, selbstbestimmt, zukunftsorientiert.

FORUM 9: Misogynie und Antifeminismus im Netz

Bild
Frau mit schulterlangen braunen Haaren und Brille

Antifeministische und misogyne Maskulinisten formieren um virtuellen Raum die sogenannte Mannosphäre. In dieser Mannosphäre werden frauenfeindliche Narrative, Hass und Gewalt mobilisiert, um Frauen zum Schweigen zu bringen und aus dem öffentlichen Raum (online wie offline) zu drängen. In ihrem Vortrag wird Prof. Dr. Gülay Çağlar die Ergebnisse der Pilotstudie „Mapping the Germanosphere” vorstellen, in der erstmals deutschsprachige frauenfeindliche Online-Milieus analysiert wurden.

Gülay Çağlar ist Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Gender und Diversität am Otto Suhr Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie studierte Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt/M. und der University of Swansea, Großbritannien, und promovierte an der Universität Kassel. Professorin Çağlar ist Principal Investigator (PI) im Exzellenzcluster „Contestations of the Liberal Scripts” (SCRIPTS)".

FORUM 10: Struktureller Antifeminismus auf kommunaler Ebene & in Kommunalpolitik: Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich?

Bild
Frau mit zusammengesteckten Haaren vor einem Bücherregal und schwarzer Pulli

Das Forum beschäftigt sich mit den rechtlichen Möglichkeiten, als Gleichstellungsbeauftragte mit strukturellem Antifeminismus auf kommunaler Ebene umzugehen.
 

Janika Kunz arbeitet als selbstständige Rechtsanwältin. Sie berät und vertritt Gleichstellungsbeauftragte bundesweit und bietet Schulungen zum Thema Frauengleichstellungsrecht an. Zudem ist sie Autorin beim Ratgeber "Gleichstellung im Blick" und dort seit einiger Zeit festes Redaktionsmitglied. Daneben ist sie Dozentin am Niedersächsischen Studieninstitut und bildet dort Angestellte/Beamt:innen der Kommunen im Bereich Arbeits- und Beamtenrecht aus.

FORUM 11: Antifeministische Gegenbewegungen im Bereich Reproduktive Rechte

Bild
Frau mit kürzeren Haaren, Brille und Sakko vor Baum

Reproduktive Rechte sind zentral für Gleichstellung und Selbstbestimmung. Zugleich erleben wir einen antifeministischen Backlash, der diese Rechte in Frage stellt. Im Workshop beleuchten wir, welche Akteure und Argumentationsmuster hinter Gegenbewegungen stehen und welche Auswirkungen sie auf die kommunale Gleichstellungsarbeit haben. Der Workshop bietet Raum für Austausch, die Vorstellung von Best Practice Beispielen und die Entwicklung von Handlungsoptionen.

Gudrun Christ hat Erziehungs- und Sozialwissenschaften (Uni Tübingen) und Sozialwesen (Hochschule Essligen) studiert und war zuletzt elf Jahre tätig als Landesgeschäftsführerin von pro familia in Bade-Württemberg (bis 9/2025).
 

FORUM 12: Antifeminismus und die Auswirkungen auf geschlechtsspezifische Gewalt

Wie wirken sich antifeministische Debatten auf die Arbeit gegen geschlechtsspezifische Gewalt aus?

Katja Grieger ist Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin des bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe.

FORUM 13: Intersektionale Blickwinkel auf Gleichstellungsarbeit

Bild
Frau mit Brille, rotem Lippenstift und blauem Oberteil vor Wand

Das Forum wird sich damit beschäftigen, in welcher Form der Ursprung der intersektionalen Brille die Gleichstellungsarbeit beeinflussen kann oder auch sollte.

Aileen Puhlmann, in Hamburg geboren, studierte Entwicklungspolitik in London und arbeitete sieben Jahre in Südafrika für die GIZ in der lokalen Wirtschaftsförderung. Heute ist sie hauptamtliche Vorständin des Lemonaid & Charitea e.V. und engagiert sich für machtkritische Entwicklungszusammenarbeit. Sie gründete „Community Kids“, schreibt und spricht zu Schwarzen Lebensrealitäten, sozialer Ungleichheit und Mutterschaft, moderiert Workshops und ist u. a. im filia-Stiftungsrat aktiv.

FORUM 14: Umgang mit Antifeminismus: Rhetoriktraining gegen Antifeminismus

Bild
Frau auf Brücke mit kurzen Haaren und schwarzem Kleid

Gesprächs- und Handlungsstrategien im Umgang mit Antifeminismus bzw. antifeministischen Positionen und Angriffen auf Gleichstellung - gegen das "silencing" und die Gefahr, Einzelkämpfer*in zu sein.

Wiebke Eltze, Diplom-Politologin mit dem Schwerpunkt politische Erwachsenenbildung; Trainerin für Demokratie und Pluralität; seit 2013 als Projektleitung; freie Referentin im Bereich Argumentationstrainings gegen rechte, rassistische und antifeministische Positionen, Rassismus- und Rechtsextremismusprävention, Demokratieförderung, Moderatorin und Beraterin.

FORUM 15: Europäische Gleichstellungscharta: Game-Changer für nachhaltige Gleichstellungspolitik

Bild
Mehrere Personen vor einem Baum, sie formen mit ihren Händen ein Herz

Wir versuchen vor Ort Strategien zu finden, die uns helfen, unsere Arbeit für die Menschen bestmöglich einzusetzen. Dabei sind wir immer auf die Unterstützung anderer Personen - sei es aus der Verwaltung oder der Zivilgesellschaft - angewiesen. Diese Kooperationsbeziehungen zu stärken ist Teil unserer Arbeit, Teil unseres Erfolgs und Teil unseres Schutzes. Wir bringen mit der Charta Menschen und Themen zusammen, machen sichtbar, wer und was in unserer Kommune umgesetzt wird. 

Als Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung Wuppertal verantwortet Roswitha Bocklage die Zusammenarbeit in der Stabsstelle und deren Zukunftsprojekte. Sie hat eine Leidenschaft für Gerechtigkeit, ist neugierig und möchte lernen. Sie kann andere für die gemeinsame "Sache" begeistern und sucht Spaß bei der Arbeit. Sie ist bekannt für ihren Optimismus und ihre Hartnäckigkeit, mit denen sie Veränderungen zum Positiven bewirkt und oftmals kreative Lösungen findet.

FORUM 16: Gleichstellungsaspekte in der Personalentwicklung: Impulse für die interne Gleichstellungsarbeit

Bild
Frau mit kurzen braunen Haaren, Brille und schwarzem Oberteil

In dem Forum werden Aspekte der internen Gleichstellungsarbeit erörtert, die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten bei der Personalentwicklung, Chancen durch Gleichstellungspläne, leistungsorientierte Bezahlung, betriebliche Beschwerdestelle AGG. Tipps zu Strategien wirksamer Beteiligung runden das Forum ab.

Christel Steylaers: Diplom Politologin (FU Berlin). Kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte in Remscheid 1986 - 2025. Langjährige Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros/Gleichstellungsstellen (1994–2000, 2007 -2015) und der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros/Gleichstellungsstellen (2000–2006, 2017 - 2024). Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Landesgleichstellungsgesetze, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz.