Anfang dieses Jahres veröffentlichte die Europäische Kommission eine neue EU-Gleichstellungsstrategie für die Jahre 2026 - 2030. Sie soll die europäische Politik in den kommenden Jahren leiten und bietet zugleich Städten, Landkreisen und Gemeinden wichtige Orientierungen für ihr eigenes Handeln. Dabei werden neue Schwerpunkte gesetzt, etwa im Hinblick auf Bedrohungen durch Cybergewalt und künstliche Intelligenz oder die Stärkung geschlechtersensibler medizinischer Forschung. Die EU-Gleichstellungsstrategie greift dabei auch wesentliche Punkte aus der aktualisierten Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene des CEMR auf.
Für die diesjährige nationale Konferenz möchten wir zwei Themen in den Mittelpunkt stellen und dabei einen inhaltlichen Bogen zwischen der EU-Gleichstellungsstrategie und den Erfahrungen in den Kommunen herstellen. Das Motto der Konferenz lautet daher: Europäische Gleichstellungspolitik in Zeiten des „Gender Backlash“: Einbeziehung von Männern und Jungen und Strategien gegen Antifeminismus.
Am ersten Tag werden uns Expert*innen in die Themen einführen. Hierfür findet unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Thema „Männer als Akteure im Bereich Gleichstellung - Von Support bis zu toxischer Männlichkeit“ statt. Selbstverständlich wird es auch Gelegenheit für den persönlichen Austausch geben.
Am zweiten Konferenztag widmen wir uns den Ansätzen im Kampf gegen Antifeminismus. Dabei wird es viel Raum geben, um unsere Projekte und Ideen in offenen Foren auszutauschen.
Als strategisches Instrument unterstützt die Europäische Gleichstellungscharta viele Kommunen in Deutschland bei der kommunalen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit. Sie ermöglicht die Kommunikation mit politischen Akteur*innen und hilft, Schwerpunkte zu setzen, Bedarfe aufzuzeigen und Lösungen zu präsentieren. Sie bringt Menschen aus verschiedenen Institutionen, Vereinen, Initiativen und der Verwaltung zusammen.
Im Jahr 2022 wurde die Charta überarbeitet und enthält seither neun zusätzliche Artikel, die auf aktuelle Herausforderungen im Bereich der Gleichstellungspolitik eingehen - etwa Cybergewalt, digitale Inklusion und geschlechtergerechte Katastrophenvorsorge.
Die Anmeldefrist endet am 20. September.
Falls eine Anreise am Abend vorher erfolgen sollte, würden wir uns über eine Information freuen. Am Abend vor der Veranstaltung besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Treffens.
